
Kronen Zeitung
NICHT NUR UNITED
Weiterer Ligarivale hat Glasner nun auf dem Zettel
Oliver Glasner wird Premier-League-Klub Crystal Palace im Sommer verlassen – doch wohin wird es den Österreicher ziehen. Die heißeste Spur führt zu zwei Liga-Konkurrenten. Denn nicht nur Manchester United hat den 51-Jährigen auf dem Zettel.
Er werde seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern, bestätigte Glasner am Freitag in einer Pressekonferenz. Der Oberösterreicher hatte die Londoner mit dem FA-Cup-Triumph im Vorjahr zum ersten großen Titel der Vereinsgeschichte geführt. Nun wird er unter anderem als möglicher Coach von Manchester United gehandelt.
United hat diese Woche Michael Carrick zum Nachfolger des glücklosen Portugiesen Ruben Amorim bestellt – allerdings nur interimistisch bis Sommer. Dann wäre Glasner theoretisch frei. Der 51-Jährige gilt als einer der Topkandidaten für den Job beim Rekordmeister. „Ich habe mit keinem anderen Klub gesprochen“, betonte Glasner. Er habe Crystal-Palace-Präsident Steve Parish bereits im Oktober davon informiert, seinen Vertrag nicht zu verlängern.
Neben Manchester United soll mit Tottenham ein weiterer englischen Spitzenverein seine Fühler nach Glasner ausgestreckt haben. Ein Verbleib auf der Insel erscheint derzeit durchaus plausibel.
Eine historische Leistung
Glasner hat als einer von nur drei österreichischen Trainern neben Bela Guttmann und Ernst Happel bereits einen Klub zu einem Europacupsieg geführt – Eintracht Frankfurt 2022 zu jenem in der Europa League. Seine Trainerkarriere hatte der langjährige Verteidiger der SV Ried von 2012 bis 2014 als Assistent bei Red Bull Salzburg gestartet. Nach seiner ersten Cheftrainer-Station bei den Riedern und vier Jahren beim LASK ging es 2019 nach Deutschland. Dort verabschiedete sich Glasner 2023 nach je zwei Jahren beim VfL Wolfsburg und in Frankfurt.
Vorzeitig seines Amtes als Cheftrainer enthoben worden ist Glasner noch nie. Bisher hat er seine Verträge immer erfüllt. Jenen bei Crystal Palace unterschrieb er im Februar 2024. Den damaligen Abstiegskandidaten führte der Innviertler in seiner ersten Halbsaison als Zehnten noch ins gesicherte Mittelfeld. Mit dem Gewinn des FA-Cups und des Community Shields gegen Liverpool im Jahr darauf machte er sich auch für Spitzenclubs interessant.
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